Sumi-e, die Kunst des Malens mit schwarzer Tusche, entstammt der Zen-buddhistischen Tradition. In schnellen, präzisen Bewegungen wird der Pinsel über das Papier geführt – jeder Strich ein Ausdruck des gegenwärtigen Moments: spontan, flüchtig und zugleich durch intensive Übung verdichtet. In diesem Kurs verbinden wir japanische Tuschemalerei mit der gestischen Freiheit des westlichen abstrakten Expressionismus. Wir nehmen Bezug auf Werke amerikanischer Künstler wie Franz Kline oder Robert Motherwell sowie auf die avantgardistische japanische Kalligraphie der 1960er Jahre. Anhand von Bildbeispielen und praktischen Übungen übertragen wir die Auseinandersetzung mit diesen Vorbildern in eigene künstlerische Experimente. Der Kurs richtet sich an Interessierte mit und ohne Vorkenntnisse.